N S.
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Ich war zur Einführung dort und ich persönlich hatte kein gutes Gefühl. Die Leute waren aus meiner Perspektive oberflächlich freundlich, aber doch recht distanziert und ich hatte den Eindruck, dass es dem Leiter des Centers relativ gleichgültig war, ob neue Leute ohne Erfahrung Interesse haben und das Zen Center kennenlernen möchten. Abgesehen von einem kurzen Hallo würdigte er uns keines weiteren Wortes oder Blickes, obwohl wir eine Weile gemeinsam am Tisch in der Küche saßen.
Mir fehlte insgesamt einfach die Offenheit und ehrliches Interesse, sodass sich bei mir der Eindruck verstärkte, dass die dort wohnende Kerngruppe eigentlich mehr ihr Ding machen möchte und zwar schon jeder dazu kommen kann, der möchte, mehr aber auch nicht.
Die Einführung selbst war ebenfalls etwas nüchtern, es wurde recht schnell abgehandelt und ich hatte das Gefühl, dass die Person auch das eigentlich eher ungern macht. Fragen wurden schon beantwortet, aber teilweise recht nüchtern und auch das führte dazu, dass wir irgendwann nicht mehr weiter gefragt haben.
Der andere Teilnehmer der Einführung hatte insgesamt das selbe unangenehme Gefühl wie ich, trotzdem spiegelt diese Bewertung nur meine persönliche Meinung wieder.
Wer nur für sich selbst meditieren möchte und wem Willkommensgesten nicht so wichtig sind, wie mir, der kann hier sicher auch gut meditieren.
Am Ende macht man das ja für sich.
Vielleicht habe ich auch nur einen blöden Tag erwischt und sonst sind sie dort nicht so. Das kann natürlich auch sein.
Gut ist, dass es überhaupt eine Möglichkeit zur kurzen Einführung gibt.
Die Räumlichkeiten waren sehr schön und es war auch sehr nett, dass wir uns einen Tee machen durften.
Mein persönliches Fazit:
Wer noch keine Meditationserfahrung hat und zum Einstieg mehr von der Gruppe mitgenommen werden möchte, ist vllt woanders zunächst besser aufgehoben.